Jugendliche mit Handy

Der wirksamste Weg, um Abhängigkeiten zu verhindern, besteht in der Prävention. Diese setzt an, bevor junge Menschen Suchtmittel konsumieren oder problematische Verhaltensmuster im Umgang mit Medien entwickeln. Die Angebote der Fachstelle Konsumkompetenz Oberhavel leisten dazu ihren Beitrag.

Unsere Themen: legale Suchtmittel (Alkohol, Tabak und Cannabis), illegale Drogen sowie Medikamentenmissbrauch, Medienkonsum, Lebenskompetenzen
Zielgruppen: Heranwachsende, Fachkräfte, Eltern, Multiplikatoren sowie Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen im Landkreis Oberhavel

Substanzkonsum

Zielgruppe: ab 5. Klasse; Umfang: 2 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Das Präventionsmodul Obstsalat in der Lunge ist ein Klassenworkshop zum Thema Vapen und E-Zigaretten. Die Teilnehmenden setzen sich mit den körperlichen, psychosozialen und rechtlichen Aspekten des Vapens auseinander. Die Reflexion der persönlichen Haltung, die Förderung der Risikokompetenz und die Verhinderung bzw. Verzögerung eines Einstiegs in den Vape- und E-Zigarettenkonsum ​stehen im Mittelpunkt des Angebots.

Das Präventionsmodul wurde von den Überregionalen Suchtpräventionsfachstellen in Brandenburg entwickelt und wird durch die Fachstelle Konsumkompetenz Oberhavel durchgeführt – idealerweise in Kooperation mit den Schulsozialarbeitenden und in Anwesenheit der jeweiligen Klassenleitung.

Zielgruppe: 6. Klasse; Umfang: 5 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Das Präventionsmodul Alkohol & Co führt in die Auseinandersetzung mit dem Thema Konsum ein. Mithilfe alltäglicher Konsumthemen (z.B. Medien, Zucker und Koffein) tragen die Kinder zusammen, wie sich Konsum in der Gesellschaft abbildet, aus welchen Gründen Menschen konsumieren und wie aus Konsum Abhängigkeit werden kann. Ein inhaltlicher Fokus liegt u.a. auf den legalen (Einstiegs-) Drogen Alkohol und Nikotin. Die diversen interaktiven Methoden regen zum Austausch und zur Reflexion an und stärken die Konsum-, Risiko- und Gesundheitskompetenz der Kinder.

Das Präventionsmodul wurde von der Fachstelle Konsumkompetenz entwickelt und wird idealerweise in Kooperation mit den Schulsozialarbeitenden und in Anwesenheit der jeweiligen Klassenleitung durchgeführt.

Zielgruppe: Ab 7. Klasse; Umfang: 90 Minuten

Logo KlarSicht ParcoursDer KlarSicht-Koffer des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) enthält einen präventiven Mitmach-Parcours zu den legalen Suchtmitteln Tabak und Alkohol. In fünf interaktiven thematischen Stationen mit Rollenspiel, Quiz und Diskussionen sind die Teilnehmenden mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Interessen gefragt und können spielerisch voneinander lernen. Info-Tafeln und Materialien des BIÖG bieten zusätzliche Informationen: knappe Fakten zu Alkohol, Tabak und deren Auswirkungen, Hintergrundwissen und natürlich auch Tipps zum „Aussteigen“.

Der Klarsicht-Parcours kann mit max. 40 Jugendlichen in einem großen Raum (z.B. Aula) durchgeführt werden. Voraussetzung ist eine dreistündige Moderatorenschulung durch die Fachstelle Konsumkompetenz, an der im Vorfeld mindestens vier Fachkräfte der Einrichtung teilnehmen.

Zielgruppe: Ab 8. Klasse; Umfang: 180 Minuten

Logo Grüner Kofffer

Der Grüne Koffer des BIÖG beinhaltet ein Methodenset zur Cannabisprävention, mit dem Unterrichtseinheiten mit 10 bis max. 30 Jugendlichen gestaltet werden können. Mit insgesamt 9 Methoden Anregungen tragen die Jugendlichen Informationen zu Cannabis zusammen. Sie werden für die Risiken des Suchtmittelkonsums sensibilisiert, ihre psychischen und sozialen Ressourcen werden gefördert und sie erarbeiten Alternativen zum Suchtmittelkonsum.

Das Team der Fachstelle Konsumkompetenz führt den Workshop durch, schult aber auch gerne Fachkräfte aus der Einrichtung zur selbständigen Durchführung. Dazu kann ein Methodenkoffer bei der Fachstelle ausgeliehen werden.

Zielgruppe: Ab 17 Jahre (ab 11. Klasse; Ausbildungsgruppen); Umfang: 90 Minuten

Cannabis, Ecstasy und Co – für einige Jugendliche und junge Erwachsene gehört der Konsum bewusstseinsverändernder Substanzen dazu. Doch deren Gebrauch beim Partymachen, zum Entspannen oder zur Leistungssteigerung birgt erhebliche Risiken: Neben unerwünschten Folgen durch Mischkonsum und Überdosierung können sich u.a. psychische Erkrankungen oder eine Abhängigkeit entwickeln.

Die interaktive Veranstaltung holt die Teilnehmenden in ihrer Lebenswirklichkeit ab. Sie vermittelt Hintergründe zu Substanz- und Abhängigkeitsrisiken, regt die Selbstreflexion an und stärkt die Risiko- und Gesundheitskompetenz der Zielgruppe.

Alkohol & Co – Kinder stärken, riskanten Konsum vermeiden
Zielgruppe: Eltern von Grundschulkindern; Umfang: 90 Minuten

In der Infoveranstaltung erfahren Eltern und wichtige Bezugspersonen von Grundschulkindern, warum die Förderung von Lebenskompetenzen so wichtig ist und warum Suchtprävention weit vor der Pubertät beginnen sollte. Dabei wird die besondere suchtpräventive Bedeutung von Eltern und Familien hervorgehoben. Und die Teilnehmenden erhalten wertvolle Tipps, wie sie ihre Kinder schon im Grundschulalter vor Konsumrisiken im Zusammenhang mit Konsum schützen können. Die 90-minütige Veranstaltung findet idealerweise flankierend zur Durchführung des Projekttages Alkohol & Co statt.

Rauschmittel und Pubertät
Zielgruppe: Eltern ab Klasse 7; Umfang: 90 Minuten

Die Infoveranstaltung Rauschmittel und Pubertät richtet sich an Eltern und wichtige erwachsene Bezugspersonen von Heranwachsenden in der Oberstufe. Sie erfahren dabei, welche Suchtmittel bei Jugendlichen gerade „angesagt“ sind, wie diese wirken und welche möglichen Anzeichen auf einen Rauschmittelkonsum hinweisen können. Doch wie sollten Eltern bei einem Verdacht reagieren? Wie können sie ihr Kind wirksam unterstützen? Und welche Hilfsangebote gibt es in Oberhavel? Diese und weitere Fragen werden in der 90-minütigen Veranstaltung diskutiert.

Zielgruppe: Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende; Umfang: 180 Minuten

Neben Hintergrundinfos zu Alkohol und Nikotin bzw. Cannabis werden die Teilnehmenden in der Veranstaltung mit den Methoden des Klarsicht-Parcours bzw. des Grünen Koffers vertraut gemacht. Ziel des Workshops ist, dass die Fachkräfte die Angebote für die Jugendlichen aktiv begleiten bzw. eigenständig durchführen können. Die Fachstelle bietet diese Schulungen auf Anfrage als Inhouse-Schulung an.

 Zielgruppe: Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende; Umfang: 90 Minuten

Die Fortbildung richtet sich an das gesamte pädagogische Team von Grund- sowie weiterführenden Schulen und stärkt die Lehrkräfte in ihrer suchtpräventiven Handlungsfähigkeit. Dabei stehen drei Themen im Fokus:

  • Verankerung suchtpräventiver Strukturen in der Schule
  • Symptome und Hinweise für einen Suchtmittelkonsum: Hier werden die aktuell bei Jugendlichen relevanten Suchtmittel, ihre Wirkungen sowie mögliche Anzeichen für einen Konsum vorgestellt.
  • Leitlinien und Handlungsoptionen bei suchtmittelbedingten Regelverstößen: Vorstellung eines Interventionsleitfadens für ein abgestimmtes pädagogisches Handeln sowie Impulse für ein einrichtungsbezogenes Konzept zum Umgang mit Suchtmittelvorfällen.

Die Fortbildungsinhalte können je nach Bedarf angepasst werden. Die Veranstaltung eignet sich auch als Start einer einrichtungsinternen Arbeitsgruppe zum Thema Suchtprävention.

Zielgruppe: Pädagogische Teams an Grundschulen; Umfang: 7 Stunden

Eigenständig werden LogoEigenständig werden ist ein klassenübergreifendes Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung von Grundschulkindern. Das Programm wurde vom IFT Nord entwickelt. Es zielt auf die Stärkung der Lebenskompetenzen von Kindern und wird von den Lehrkräften durchgeführt. Die Fachstelle Konsumkompetenz qualifiziert pädagogische Grundschulteams in einer Inhouse-Schulung zur selbständigen Durchführung der Methoden.

Zielgruppe: Fachkräfte der Stationären Jugendhilfe; Umfang: ab 4 Stunden

Heranwachsende in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe sind potenziell stärker gefährdet, im Laufe ihres Lebens eine Abhängigkeitserkrankung zu entwickeln. Daher kommt einem abgestimmten suchtpräventiven Handeln der Fachkräfte noch einmal eine besondere Rolle zu. In dem Tagesworkshop setzen sich die Teilnehmenden mit geeigneten suchtpräventiven Strategien hinsichtlich Substanz- und Medienkonsum auseinander. Was funktioniert in der eigenen Einrichtung gut? Welche Bedarfe gibt es? Und was braucht es für eine gemeinsame professionelle Haltung im Team? Die Fachstelle Konsumkompetenz bietet diese Fortbildung als Inhouse-Schulung an.

Medienkonsum

Zielgruppe: 4. Klasse; Umfang: 2 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Klassenchats und der Umgang mit Messenger-Diensten (wie z.B. WhatsApp) sind mittlerweile fester Bestandteil im Alltag vieler Kinder – doch nicht immer ist klar, welche Regeln und Gesetze dabei gelten. Der Chat-Führerschein vermittelt spielerisch, worauf es bei der sicheren und respektvollen Nutzung gerade von Messenger-Diensten und Chats ankommt.

Die Kinder lernen grundlegende Gesetze und Verhaltensregeln kennen, wie das Recht am eigenen Bild, den Umgang mit Beleidigungen oder das Vereinbaren gemeinsamer Gruppenregeln. Dabei steht ein wertschätzendes Miteinander im Mittelpunkt.

Mit Bewegung, Quiz und kreativen Aufgaben wird Wissen leicht verständlich vermittelt. Am Ende erhalten alle Kinder ihren Chat-Führerschein als persönliche Karte – als Zeichen für Verantwortung, Fairness und digitale Kompetenz.

Zielgruppe: Klassenstufen 5 und 6; Umfang: 4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Digitale Medien sind faszinierend – aber auch herausfordernd. Im Projekt „Fit mit Medien“ lernen Kinder, wie sie digitale Geräte sinnvoll nutzen und ihre eigene Medienkompetenz stärken können. Ziel ist es, Risikofaktoren zu erkennen und gesunde Nutzungsgewohnheiten zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler entdecken, welche digitalen Geräte sie täglich umgeben, warum Bildschirmzeiten begrenzt sein sollten und was Körper und Seele guttut. Sie lernen außerdem, wo sie Unterstützung finden, wenn Mediennutzung zum Problem wird. Mit abwechslungsreichen Methoden, Bewegung, Quiz und Gesprächsrunden werden Wissen, Selbstreflexion und Schutzfaktoren kindgerecht vermittelt – präventiv, stärkend und alltagsnah.

Zielgruppe: Klassenstufen 7 – 9; Umfang: 4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen. Das Projekt stärkt einen reflektierten, gesunden und selbstbestimmten Umgang mit Smartphone, Social Media & Co. Die Jugendlichen lernen, ihre Konsummotive zu erkennen, ihren eigenen Medienkonsum zu reflektieren und Risiken sowie Schutzfaktoren besser zu verstehen.

In der 9. Klasse steht zusätzlich die Auseinandersetzung mit Vorbildern im Internet im Fokus: Welche Wirkung haben Influencer auf Selbstbild, Konsum und Werte? Durch interaktive Methoden wie Kahoot, Quiz, Aufstellungen und kreative App-Entwicklung werden Wissen, Reflexion und Handlungskompetenz auf lebendige Weise gefördert – wissenschaftlich fundiert, alltagsnah und präventiv.

Zielgruppe: Klassenstufen 7 und 8; Umfang: 2 x 90 Minuten

Freii-Appfreii ist ein 21-tägiges App-gestütztes Angebot für einen bewussten Umgang Jugendlicher mit digitalen Medien, das von ihnen und ihren Familien in Eigenregie durchgeführt wird. Mit je einem 90minütigen Start- und Abschlussworkshop sowie idealerweise einer Elterninfoveranstaltung unterstützen Schulen den Austausch und die Reflexion der Jugendlichen und ihrer Familien rund um eine gesunde Mediennutzung.

Zielgruppe: Eltern (Grund- und weiterführende Schule); Umfang: 90 Minuten

Digitale Medien prägen den Familienalltag – und stellen Eltern oft vor neue Fragen und Herausforderungen. Der Elternabend vermittelt praxisnahes Wissen für einen gesunden, altersgerechten Umgang mit Medien und stärkt die elterliche Handlungssicherheit.

Eltern erhalten Einblicke in die suchtpräventive Arbeit, erfahren, welche Regeln und Routinen in der Familie wichtig sind und welche Pflichten (z. B. digitale Aufsichtspflicht) sie rechtlich und pädagogisch tragen. Außerdem werden aktuelle Trends, Risiken und Schutzfaktoren verständlich erklärt – von Social Media und Gaming bis zu Smartwatches, Ortungs-Apps und digitaler Privatsphäre.

Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Fragen und Diskussionen und unterstützt Eltern darin, ihre Kinder sicher, selbstbestimmt und empathisch in der digitalen Welt zu begleiten.

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe,  Umfang: ab 6 Stunden

Digitale Medien gehören längst zum Alltag von Kindern und Jugendlichen – umso wichtiger ist ein durchdachtes Medienschutz-Konzept, das Sicherheit, Orientierung und klare Strukturen bietet.

In dieser Fortbildung werden Teams auf ihrem Weg zu einer professionellen Haltung im Umgang mit digitalen Medien begleitet. Gemeinsam werden Regeln und Standards erarbeitet, Umsetzungsstrategien entwickelt und Wege gefunden, wie Eltern aktiv eingebunden werden können. Ziel ist ein tragfähiges Konzept, das Fachkräfte befähigt, Kinder und Jugendliche kompetent, reflektiert und präventiv in ihrer digitalen Lebenswelt zu begleiten.

Aufgrund der Projektförderung durch den Fachbereich Jugend sind die Angebote der Fachstelle Konsumkompetenz im Landkreis Oberhavel kostenfrei. Gerne passen wir unsere Angebote an Ihren konkreten Bedarf an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Christoph Zarft
Teamleiter Fachstelle

Tel.: 03302 / 499 80 301
Mobil: 0170 / 916 30 84
E-Mail: czarft@purggmbh.de

Veronika Funk
Referentin Suchtprävention

Tel.: 03302 / 499 80 361
Mobil: 0160 / 781 24 36
E-Mail: vfunk@purggmbh.de

Nicole Bannert
Referentin Suchtprävention

Tel.: 03302 / 499 80 391
Mobil: 0170 / 92 39 184
E-Mail: nbannert@purggmbh.de

Elisabeth Gröninger
Referentin Suchtprävention

E-Mail: konsumkompetenz@purggmbh.de